An einem Arbeitstag gelangen tausende Keime auf die Hände. Nicht nur das – sie vermehren sich auch noch innerhalb weniger Minuten auf der Hautoberfläche. Ein hohes Risiko, das nur durch konsequente Händedesinfektion mit alkoholischen Einreibeprodukten verhindert wird. In Kombination mit medizinischen Einmalhandschuhen kann eine optimale Barriere gegen die Keimverschleppung errichtet werden.
Vor sechs Jahren präsentierte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Rahmen der internationalen Kampagne „Clean Care is Safer Care“ das Konzept „5 Momente zur Händedesinfektion“. Es beruht auf Erkenntnissen, wie Erreger im Krankenhaus übertragen werden, ist aber auch auf andere Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen anwendbar.
Diese sogenannten Momente sind Situationen, in denen Patienten ohne Händedesinfektion einem Infektionsrisiko ausgesetzt sind und dieses durch Händedesinfektion eingedämmt werden kann.
Die Händedesinfektion sollte erfolgen:
VOR Kontakt mit / zu Patienten bzw. Bewohnern
VOR aseptischen Tätigkeiten
NACH Kontakt mit potenziell infektiösen Materialen
NACH Kontakt mit / zu Patienten bzw. Bewohnern
NACH Kontakt mit der direkten Umgebung des Pflegebedürftigen
Auch in der vom Bundesgesundheitsministerium assoziierten Kampagne „AKTION Saubere Hände“ gelten diese 5 Momente als Grundlage für den Infektionsschutz.
Mehr zur WHO-Kampagne „Clean Care is Safer Care“ finden Sie hier: http://www.who.int/gpsc/en/
Den Internetauftritt der „AKTION Saubere Hände“ finden Sie hier:
http://www.aktion-sauberehaende.de
Das Wirkungsspektrum von Hände-Desinfektionsmitteln richtet sich in der Regel gegen Bakterien, Viren und Pilze. Bei der Viruswirksamkeit wird unterschieden nach „begrenzter Viruzidie“ und „Viruzidie“. „Begrenzt viruzid“ bedeutet dabei, dass das Produkt gegenüber behüllten Viren, wie z. B. Hepatitis B und C sowie HIV wirksam ist. „Viruzid“ lobt die Wirksamkeit gegenüber behüllten Viren bzw. schwer zu inaktivierenden unbehüllten Viren (z. B. Noroviren) aus. Der Nachweis der Viruzidie ist auch eine Voraussetzung, um in die Desinfektionsmittel-Liste des Robert Koch-Instituts (RKI-Liste), Wirkungsbereich B (Viren) aufgenommen zu werden.
Für die Praxis bedeutet das:
* nach aktuellen Umsatzzahlen 2010 (GPI Krankenhaus-Sachbedarfs-Studie, DKB: alkohol. Händedesinfektion, Krankenhausbereich Deutschland).
Die Hautverträglichkeit von alkoholischen Hände-Desinfektionsmitteln wurde in zahlreichen Studien untersucht, ohne dass allergische Reaktionen auf die Produkte beobachtet wurden. Allein bei einer vorgeschädigten Haut kann der Alkohol Brennen auf der Haut auslösen. Ursache ist eine Vorschädigung der Haut, z.B. durch häufiges Händewaschen. Neben einer konsequent durchgeführten Hautpflege bieten auch Hände-Desinfektionsmittel mit Pflegesubstanzen der Haut die Möglichkeit, sich zu regenerieren.
Bei einer beruflichen Tätigkeit im Gesundheitswesen und der Wohlfahrtspflege können bei Untersuchung, Behandlung und Pflege von Menschen biologische Arbeitsstoffe freigesetzt werden, die potentiell infektiös sind und das Tragen von medizinischen Untersuchungs- und Schutzhandschuhen erfordern.
Der Empfehlung „Händehygiene“ des Robert Koch-Instituts zufolge gehören dazu Situationen mit „vorhersehbarem oder wahrscheinlichem Erregerkontakt sowie bei massiver Verunreinigung mit Körperausscheidungen, Se- und Exkreten.“
Weitere Informationen unter www.rki.de: Empfehlungen zur Händehygiene.
Medizinische Untersuchungs- und Schutzhandschuhe unterliegen strengen Qualitätsprüfungen. Die Untersuchungshandschuhe aus dem HARTMANN Sortiment sind gemäß DIN EN 455 als Medizinische Handschuhe qualifiziert. Die Handschuhe Peha-soft nitrile pf und Peha-soft nitrile guard sind darüber hinaus auch nach EN374 als Persönliche Schutzausrüstung (PSA) qualifiziert und vereinen somit die Funktionen eines Untersuchungs- und eines Schutzhandschuhs in einem Produkt.
Als weiteres Qualitätsmerkmal sind die HARTMANN Untersuchungs- und Schutzhandschuhe aus Latex und Nitril nach ASTM F1671 geprüft, was den Materialwiderstand gegen Krankheitserreger, die über das Blut übertragen werden, belegt.
Untersuchungs- und Schutzhandschuhe erfordern eine Auswahl des Handschuhmaterials nach dem vorgesehenen Einsatzzweck und dessen Beanspruchung und sind entsprechend dem Handschuhplan zu tragen.
Eine gute Passform ist ebenfalls wichtig für die Bereitschaft des Personals Handschuhe zu tragen.
Compliance bezeichnet allgemein die Einhaltung von Vorschriften, Empfehlungen oder Verhaltensmaßregeln. Bezogen auf die Händehygiene hat Compliance drei Bedeutungen:

Lernen Sie das Hände Hygiene System in der Broschüre "Gesunde Hände schützen" für die Industrie kennen.